Bolonia

Auf halbem Weg zwischen dem Fischerort Barbate und Tarifa geht es von der N-340 erst bergauf und anschließend herunter bis ans Meer. Diese Gegend wurde als „gemalte Felder" beschrieben, die im Frühjahr von wilden Blumen übersät sind.

In Bolonia liegt die römische Siedlung namens Baelo Claudio. Lange vor Hippies, Surfern und den Urlaubern waren es bereits die Römer, die den Reiz der Region erkannt haben. Im zweiten vorchristlichen Jahrhundert errichteten sie nahe der heutigen Ortschaft Bolonia das damalige Baelo Claudia. Die Neugründung brachte es schnell zu Wohlstand und entwickelte sich zu einem Drehkreuz für den Seehandel mit dem westlichen Nordafrika.

Die Ansiedlung, die nicht gerade zu den bekanntesten römischen Ansiedlungen in Europa gehört, hatte mit dem Thunfischfang und den damit verbundenen Tätigkeiten Erfolg - dem Einsalzen von Fisch und der Herstellung von Garum, einer der heute gefragtesten Fischsoßen. Bei den Ausgrabungen wurden eine Hauptstraße und ein Marktplatz freigelegt sowie Tempel, eine Basilika, ein Theater und Geschäfte. Der Standort ist mit dem azurblauen Meer, den Sanddünen und den Pinienhainen vor der Bergkulisse einfach nur spektakulär.

Übrig geblieben sind ein paar Mauern, ein paar Säulen, einige Mosaike. Und der Blick von der Terrasse des Kapitoltempels über den Strand aufs Meer bis hinüber nach Afrika. Es sind die umfangreichsten Überreste einer römischen Stadt auf der Iberischen Halbinsel. In Anerkennung ihrer Bedeutung wurde ein modernes Besucherzentrum gebaut, das über perfekte Bildschirmanzeigen Information bietet, die keinen Platz für Langeweile lassen. Zusammenfassend lohnt es sich auf jeden Fall, einen Abstecher nach Bolonia zu machen.

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